Wir alle wissen, dass Veränderungen immer mit Schwierigkeiten verbunden sind. Je länger man einem bestimmten Pfad folgt, desto schwieriger ist es, den Kurs zu wechseln. Dem traditionellen Supply Chain-Modell zu folgen, fühlt sich sicher und bequem an, wie das Lieblingspaar Turnschuhe. Im Verlauf der Zeit werden diese Turnschuhe aber ausgelatscht und abgenutzt und stützen den Fuß nicht mehr so, wie das einmal der Fall war. Der Amazon-Effekt wirkt sich drastisch auf globalen Supply Chains aus. Verbraucher bestellen online von jedem Ort weltweit und erwarten eine Lieferung in ein bis zwei Tagen.

Der internationale Versand stellt reelle Herausforderungen für Lieferanten und Verlader dar, die versuchen, den Geschwindigkeitserwartungen der Verbraucher gerecht zu werden. Unternehmen erkennen immer mehr, dass sie einem neuen Pfad folgen müssen … einem, der zu einem globalen Handelsnetzwerk, einem Global Trade Network, führt.

 

Vergleich zwischen einem herkömmlichen Supply Chain-Logistikmodell und dem Global Trade Network-Modell

Beim Vergleich eines herkömmlichen Supply Chain-Modells mit einem modernen Global Trade Network-Modell fallen sofort einige wichtige Unterschiede auf:

 

  1. Kostenstelle vs. strategischem Wettbewerbsvorteil
    1. Im herkömmlichen Supply Chain-Modell wird die Supply Chain als Kostenstelle betrachtet, in einem modernen Netzwerk-Modell hingegen wird sie zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil. Die Zeiten der reinen Planung und Ausführung der Versandbuchung bis zum Lieferprozess sind vorbei. Jetzt wird besonders auf die Straffung des gesamten Auftragszyklus geachtet, vom Auftragsmanagement bis hin zur Import- und Export-Compliance, um eine optimale Kundenerfahrung zu bieten.

 

  1. Verbindung von Partnern mithilfe von Echtzeitdaten
    1. Im herkömmlichen Modell fokussierten eigenständige Supply Chains auf interne Automation, um Kosten und Zeit zu sparen. Das Problem dabei: diese eigenständigen Supply Chains verlassen sich weiterhin auf Partner, die sich außerhalb ihres Systems befinden. Wenn sich etwas bei den Partnern ändert, ist es nicht nur unmöglich, diese Veränderungen zu sehen, sondern die Auswirkungen führen auch zu Chaos. Dieses Chaos erhöht die Kosten zur Belieferung der Kunden und zwingt Partner dazu, Pufferbestände in ihrer Supply Chain zu integrieren. Der durch ein globales Handelsnetzwerk erzielte Wettbewerbsvorteil besteht darin, Partner mithilfe von Echtzeitdaten und Geschwindigkeit eng zu verknüpfen, sodass alle auf demselben Stand sind. Diese Interkonnektivität beseitigt durch statische lineare Prozesse geschaffene Hindernisse und ermöglicht, dass eine Supply Chain wie ein dynamisches, lebendiges Ökosystem fungiert, bei dem jede Aktion eine unmittelbare Reaktion auslöst, um Prozesse zu straffen. Die Kosten der Belieferung von Kunden werden gesenkt, während der Kundenservice verbessert wird.

 

  1. Aktionsfähige Daten
    1. Ein weiterer Vorteil eines modernen, globalen Netzwerk-Modells sind die aktionsfähigen Daten, die das Netzwerk bereitstellen kann und mit denen fundierte Geschäftsentscheidungen getroffen werden können. „Schwarze Löcher“ und Ratespiele werden durch die Bereitstellung von Echtzeitdaten Ihrer Supply Chain abgelöst, so dass Sie immer wissen, wann und warum sich Ihre Welt ändert. Mithilfe von Analytik können Optimierungsmöglichkeiten erweitert werden, sodass Unternehmen über die Mikrooptimierung hinausblicken und im gesamten Netzwerk auf Makrooptimierung expandieren können.

In meinem nächsten Beitrag werden wir die durch Makrooptimierung entstehenden Chancen näher betrachten. Falls Sie in der Zwischenzeit mehr über die Vorteile des Global Trade Network erfahren möchten, lesen Sie unser neues Whitepaper. Ich hoffe, dass Sie die Vorteile eines globalen Handelsnetzwerks überzeugen und Sie sich entscheiden, einen neuen Weg hin zu mehr Supply Chain-Effizienz einzuschlagen.

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