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Die Erinnerungen an Chaos, Unsicherheiten und Verzögerungen bei Im- und Export im Zuge des Brexit sind bei den meisten Unternehmen mit internationalen Handelsbeziehungen noch präsent als wäre es gestern. Und dann das: Auch die Eidgenossen streben einen Austritt aus dem europäischen Wirtschaftsraum und den Handels- und Freizügigkeitsabkommen mit der EU an. Im Herbst soll nun geklärt werden, wie es zwischen der EU und der Schweiz weitergeht. Auf der Kippe stehen nicht weniger als 120 bilaterale Verträge zwischen den Eidgenossen und den Mitgliedern der Europäischen Union. Während die Schweiz sich mit diesem Schritt zurück in die Vergangenheit vor die Zeit des vereinfachten internationalen Handels versetzen würde, strebt sie gleichzeitig mit einer Digitalisierungsoffensive ihrer Zollprozesse in Richtung Zukunft. Wie sollen Unternehmen mit Beziehungen in die Schweiz diese Gradwanderung meistern?


Schon seit jeher sagt man dem Land von Wilhelm Tell eine gewisse Eigenständigkeit nach. Im Kontext internationaler Handelsbeziehungen bedeutet Eigenständigkeit eines Landes aber immer auch Komplexität im Umgang mit diesem. Man denkt mit Schrecken an Ungewissheiten, Unsicherheiten, lange Planungsdauer, noch längere Zeit, die verstreicht, bis die Waren über die Grenzen können. Selbst, wenn die Handelsbeziehungen nicht vollständig ins Stocken geraten, so wird die Ausführung derselben in puncto Import, Export oder Verzollung sicherlich komplizierter als bisher. Diese Komplexität zu managen? Eine Mammut-Aufgabe, die die Kapazitäten in Recherche und Planung in Unternehmen übersteigen wird. Wird es noch zentralisierte Abrechnungsverfahren geben? Wie schnell ändern sich die Zollbestimmungen? Wie wird die rechtliche Grundlage für Zollfreilager sein? Was wird aus dem NCTS? Fragen über Fragen. Zumindest auf die letzte Frage gibt es bereits eine Antwort.

Der Blick in die Zukunft: digitale Zollverwaltung über Passar

Denken Unternehmen mit Handelsbeziehungen in dieses Land nun aber an die Schweiz, denken Sie nicht nur an einen Schwexit. Denn die Schweiz löst mit dem neuen Warenverkehrssystem „Passar“ die derzeitigen Systeme e-dec und NCTS ab. Die Zukunft der Schweizer Zollabfertigung soll im Rahmen des Transformationsprogramms „DaziT“ digitaler und somit harmonisiert und vereinfacht werden. Für Unternehmen bedeutet dieser Schritt, dass künftig Waren vor dem Grenzübertritt über Passar angemeldet werden – entweder direkt oder über Schnittstellen im genutzten System. Der Umstieg auf Passar wird – so die offiziellen Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung – in drei Phasen erfolgen:

  • In der ersten Phase ab dem 01.06.2023 werden Durchfuhr und Ausfuhr via Straße, Wasser und Schiene über Passar 1.0 erfolgen. e-dec bleibt für Einfuhren noch in Betrieb. Zu NCTS kommen lediglich kleinere Funktionsergänzungen hinzu.
  • Mit Passar 2.0 (geplanter Start am 01.01.2025) weiten sich dessen Funktionalitäten auch auf Einfuhr und die Luftfracht aus. e-dec und NCTS erhalten ihre Restfunktionalitäten.
  • In Phase drei, planmäßig begonnen am 01.07.2025, findet jeglicher Parallelbetrieb der Systeme ein Ende und Passar 3.0 steht für sämtliche Warenbestimmungen und Funktionen zur Verfügung.

 

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